Tierarztpraxis Emsbüren


Antibiotika-Minimierung



Vet-Team Emsbüren beteiligt sich am "VASIB"-Projekt

Weniger ist mehr

Neues Forschungsprojekt soll aktiven Beitrag zur Antibiotikaminimierung in der Schweinehaltung leisten.

In dem Forschungsprojekt „Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Schweinehaltung durch Integration epidemiologischer Informationen aus klinischer, hygienischer, mikrobiologischer und pharmakologischer tierärztlicher Beratung“, kurz VASIB, arbeiten Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) gemeinsam mit Tierärzten der Gemeinschaftspraxis Vet-Team sowie dem Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts zusammen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert dieses Projekt für drei Jahre.

Das Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung und die damit einhergehende bakterielle Resistenzbildung zu reduzieren. „Wir möchten den Antibiotikaeinsatz durch gezielte diagnostische Maßnahmen, Optimierung der Behandlungsstrategie sowie durch umfassende Managementberatungen der Landwirte minimieren“, so Professor Dr. Lothar Kreienbrock, Leiter des Instituts für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung der TiHo und Projektleiter von VASIB. Bei dem interdisziplinären Projekt arbeiten Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete gemeinsam an der Umsetzung des Vorhabens. Von der TiHo sind neben dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung die Klinik für kleine Klauentiere, Forensische Medizin und Ambulatorische Klinik, das Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie und das Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie beteiligt.

Für das Projekt wählen die Wissenschaftler schweinehaltende Betriebe aus, deren Tiere Probleme mit Atemwegserkrankungen haben. Im Verlauf des Projekts besuchen die Projektpartner diese Betriebe regelmäßig und beurteilen den klinischen und hygienischen Zustand der Schweine. Zudem nehmen sie verschiedene Proben, wie zum Beispiel Blut-, Wasser- und Staubproben. Anschließend untersuchen sie die Proben auf bakterielle Resistenzen und erstellen Resistenzprofile. Auf Grundlage dieser Ergebnisse bewerten sie den Antibiotikaeinsatz der einzelnen Betriebe. Des Weiteren betrachten die Wissenschaftler die Resistenzentwicklung bakterieller Atemwegserreger der untersuchten Schweine in Abhängigkeit vom Antibiotikaeinsatz in den Betrieben. Sämtliche Informationen zu Befunden aus Klinik, Labor, Antibiotikaeinsatz sowie zu den Resistenzprüfungen werden in einer Datenbank gesammelt. Die so zusammengestellten Daten sollen behandelnden Tierärzten als evidenzbasierte Entscheidungshilfe dienen. „Mithilfe dieser Analysen und durch die umfassende Beratung der Landwirte soll die tierärztliche Betreuung verbessert und der Antibiotikaeinsatz reduziert werden. Damit leisten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts einen aktiven Beitrag zur Verringerung der Resistenzentwicklung in der Nutztierhaltung“, erklärte Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, bei der Überreichung des Bewilligungsbescheides an der TiHo





 
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